Freitag, 2. Januar 2015
Schneemobil (2)
Auch in diesem Winter zahlt es sich wieder aus, den Stellplatz vor der Garage autofrei zu haben.




Spaziergänge mit Kind
Die Kombination aus Kind und Schnee bringt es gerade mit sich, dass wir mehr laufen, als Rad fahren.
Die vielen Stunden draußen in der Wildniss Stadt drängen mir unfreiwillig so einiges an menschlichen Verfehlungen auf.
So parkte zum Beispiel heute ein PKW-Fahrer seinen kostbaren Haufen Blech direkt vor dem Hauptgebäude des Bahnhofes auf dem Gehweg und blockierte damit die einzige schneefrei geräumte 50 cm breite Laufspur, so dass Menschen mit Gehhilfe und Kinderwagen gar nicht vorbeigekamen und sich alle anderen durch die winterliche Unbill kämpfen mussten. Ich klopfe auf einem Schneehaufen stehend höflich mit dem Zeigefinger gegen die Fahrerscheibe und belehrte, dass es sich um keinen Parkplatz handele. Ich hätte dem Herrn größeres Verständnis entgegen gebracht, wenn innerhalb von 5 Metern nicht 3 freie, innerhalb vom 10 Metern 20 freie Parkplätze und innerhalb von 30 Metern das ganze Parkhaus (Ingolstadt besteht vor allem aus PKW-Infrastruktur) zur vorschriftsgemäßen Verwahrung seines abgasproduzierenden Premiumfortbewegungsmittel zur Verfügung gestanden hätten. Die genervte Antwort des Fahrzeugführers war "ich hole nur was ab, das ist schon in Ordnung". Nachdem ich bis dahin schon ganz froh war, weder wegen eines gebrochenen Kiefers, noch wegen einer durch vorsätzliches Anfahren herbeigeführten Beinfraktur ins Klinikum eingeliefert worden zu sein, beließ ich es bei dem einmaligen, nicht weiter verfolgten Hinweis. Der Fahrzeughalter versuchte immerhin durch ein Beinaheüberfahren weiterer Passanten (im Schnee lässt es sich einfach nicht so schnell aus der Schussbahn hüpfen) noch fünf Meter näher an den Eingang zu kommen.
Auf dem Nachhauseweg, auch wieder am Bahnhof, sah ich einen Herren am Hauptgebäude stehen und dachte mir "nanu, das sind nicht die Regenrinnen, die da so plätschern!". Um niemandem fälschlicherweise meine (durch die vielen Spaziergänge weiter fortgeschrittene) überlegene Ortskenntnis zuteil werden zu lassen, achtete ich noch einen Moment, ob ich eindeutige Beweise für unkorrektes Verhalten gewahren konnte und fand diese in einer Hand im Schritt und einem Strahl Wasser, der nicht von der Regenrinne zum Mann, sondern genau anders herum erging.
Mit dem Daumen auf das Gebäude hinter mir deutend rief ich, dass sieben Meter entfernt eine Toilette sei. Die Antwort des unbeirrt weiter Urinierenden war „das ging nicht mehr“.
Aha. Mir fiel vorher niemand am Bahnsteig auf, der einen ernst zu nehmenden Versuch unternahm, noch schnell das Klo zu erreichen. Die werte Gattin kennt bereits meinen Stechschritt, wenn wir uns der nächsten regulären Pieselmöglichkeit nähern.
So ist das heutzutage eben, alles ist ok. Alles kann, nichts muss (außer man muss).
Mal sehen, wie sich das auf meinen Streifzügen weiterentwickelt. Ob ich es in die Lokalpresse schaffe? Der Rächer der unterprivilegierten Verkehrsmittel mit dem umgeschnallten Kind.
Ich habe die Tage schon mal überlegt an besonders prunkvollen Anwesen mit mehreren Autos >50T€ im Vorhof zu klingeln und auf den nicht geräumten Gehweg hinzuweisen und zu erwähnen dass ich fast ausgerutscht und auf mein Kind gefallen wäre. Vermutlich würfe man mir dann an den Kopf, ob ich nicht wie jeder normale Mensch Auto fahren könne.

Letzte Abschweifung noch schnell zum Tragetuch: während ich neulich lernte, dass es Menschen gibt, die Kinder im Tuch oder der Trage zu tragen als zu "öko" ablehnen (worüber ich mir als jemand, der seine Notizzettel aus alten Briefumschlägen schneidet wirklich keine Gedanken mehr machen muss), frage ich mich, wie sich momentan Menschen ohne Tragemöglichkeit mit kleinen Kindern fortbewegen. Genau genommen frage ich mich das nicht, da ich die vielen Mütter und Väter sehe, die fluchend ihre Kinderwagen durch die Schneehaufen zerren. Beziehungsweise wie jeder normale Mensch mit dem Auto (auf der geräumten Straße) fahren.



Donnerstag, 1. Januar 2015
Ich bin ja echt desinteressiert was allgemeine Feiertage wie Silvester anbelangt, aber dass fr.gross gerade Töpfe spült finde ich extrem cool und sympathisch. Es besteht noch Hoffnung.
:-)

Guude 2015



Mal schauen, was das Kind zu dem Lärm sagt.



Freitag, 3. Oktober 2014
Fußgängerüberwege
Die beiden gestrigen Tage beschloss ich die angeblich effektiven Morgenstunden nicht der Firmna zu opfern (für Kaffee trinken, E-Mails schreiben und stundenlagne Telefonkonferenzen reichen auch 50% meiner Leistungsfähigkeit) und an meiner Bullitt-Kabine weiter zu nähen. Den einen Tag war ich spät genug dran, um den Arbeitsweg erst nach der Schülerflut zu bestreiten, den zweiten Tag landete ich leider mittendrin. So ergab es sich, dass ich an einem schulnahen Zebrastreifen von kellenbewaffneten Schülerlotsenmüttern, die die Kinder vor den Autos, aus denen sie gerade noch ausgestiegen waren, schützten, vom Passieren der Straße abgehalten wurde. Wohlwissend, dass man von den freundlichen Damen mit einem giftigen "ABSTEIGEN!" angezischt wird (ich habe nicht die Erwartungshaltung, dass die Ordnunshüterinnen mit der Straßenverkehrsordnung vertraut sind und solche Details kennen, wie dass man zum Queren eines Zebrastreifens nicht zwangsweise vom Rad absteigen muss, sondern beradelt lediglich keine Vorfahrt vor den Straßenbenutzern hat), wartete ich brav neben meinem Rad stehend hinter der Kelle der Mutter. Dann kamen links zwei Autos, rechts ein Auto, dann in 100 Metern Abstand nichts. Ich setzte schon zum losgehen an, die Kelle verweilte jedoch weiterhin in der Horizontalen. Gut, also auch die entfernteren PKWs werden noch durchgelassen. Ahh, da hinten kommt ein Schulbus, der hat auf alle Fälle Vorfahrt! In der Zwischenzeit standen links und rechts des Zebrastreifens über 20 Personen (überwiegend erwachsene, abgestiegene Radfahrer), allesamt ihrem Recht auf Vorrang auf dem Fußgängerüberweg beraubt. Man muss sich wirklich fragen, wer auf diese anarchistischen Dinger, diese Zebrastreifen erfunden hat! In Autodeutschland ("Auto, Auto über alles") eine Verkehrseinrichtung, bei der Fußgänger über Autos gestellt werden? Ihr Punks! Zum Glück war der Wertekanon der fürsorglichen Mütter noch nicht aus den Fugen geraten und sie wussten was oberste Priorität hat: die Sicherheit ihrer Kinder der zügig fließende -der Experte spricht vom MIV (ugs. Mief)- motorisierte Individualverkehr.



Montag, 25. August 2014
Süßer Brei Privat
Ich hatte mich im Krankenhaus für den kompletten Aufenthalt mit eingebucht (im Einzelzimmer kann der Partner dazu) und da hatten wir (die Leistungen des Gastes waren auf Kassenniveau) einen schönen Vergleich zwischen den unterschiedlichen Leistungen von Privat- (für manche Berufsgruppen leider verpflichtend) und Kassenpatienten.
Ob ich zum Salat nun ein Brötchen anstelle einer Scheibe Brot bekomme ist nun nicht so wild. Auch dass das private Menü konsequent andere Servietten beiliegen hatte war eher amüsant (vor allem da die Nobelservietten so dick waren, dass man sich den Mund nicht richtig abwischen konnte).
Recht deutlich wird dann der Unterschied bei der "Käseplatte".
Herzlich lachen mussten wir über den "süßen Brei Privat". Schön, wenn man sich im intimen Kreis näher kommen kann (Gast bekam nur einen wässrigen Pudding).









Sonntag, 6. Juli 2014
Oh Schreck, oh Schreck...
...ein Fleck ein Loch!

Seit einiger Zeit fliegen bei mir zwei Jeansen rum, die das Schicksal ereilte, welches jede Jeans eines guten Radlers ereilt: die Hose ist noch gut, aber am Hintern ist sie durch!

Solche Hosen wegzuschmeißen geht mir gegen den Strich, doch wusste ich bisher nicht so recht, wie man der ungewollten Belüftung Herr werden sollte. Aber das Internet hat für alles gute Vorschläge parat und so fand ich eine recht sympathische Methode, bei der man das verschlissene Material einfach durch üppig Zick-Zack-Naht ersetzt.

Im getragenen Zustand fällt die Naht fast nicht auf. Um wie lange die Aktion die Lebensdauer erhöht, werde ich aufmerksam beobachten!









In diesem Sinne etwas Musik.



Samstag, 21. Juni 2014
Helden...
...ich trenne mich gerade von dem ein oder anderen überflüssigen Artikel. Normalerweise klappt die Kaufabwicklung mit ein...zwei Mails und gut.
Manchmal gibt es aber auch schwierigere Fälle:
für ein Paar Schuhe bin ich gerade bei Mail Nummer 16 des Interessenten angelangt.

Liebe Smartphone-ADHSler... ...erst denken, dann tippen wischen.

Danke.



Schön...
...wenn man für ein vor vier Jahren geklautes Navi eine Mail vom Hersteller bekommt, dass das Gerät nun nach der Überprüfung auf dem aktuellsten Stand ist.



Sonntag, 11. Mai 2014
Drama Firefox...
...inzwischen (Danke Version 29!) sind die Hälfte meiner Addons dafür da, dass Funktionen und die Benutzeroberfläche so sind, wie sie mal waren. Das kann nicht im Sinn des Erfinders sein.



Montag, 25. November 2013
Typisch...
...einen Garantiefall haben (oh nein, der Kaffeeautomat leckt!), sich auf den Ordner mit den Rechnungen stürzen. Sich denken: die habe ich bestimmt nicht abgeheftet, die ist sicher bei den losen Rechnungen.
Alle losen Rechnungen sortieren (ich sortiere immer nach Haushalt/Elektroscheiß/Klamotten/Fahrrad), das vergangene Jahr habe ich noch nicht sortiert; die benötigte Rechnung nicht finden. Die Knochen schmerzen vom am Boden knien. Doch die abgehefteten Rechnungen betrachten; die benötigte Rechnung gleich an zweiter Stelle finden.
Gut, alles da.
Die Kaffeemaschine hat eine Woche vor Ablaufen der 24-monatigen Garantie seine Inkontinenz entwickelt.

Ein Schelm, wer an Geräte mit konstruiertem Exitus denkt.

Übrigens habe ich zur Ursachenforschung den Schalter für den entnommenen Auffangbehälter links mit einem Pfannenwender überbrückt und mir angesehen, woran es liegen kann.
Ich mag das Ende. Der Haufen dampft so schön.



Eine Ursache konnte ich nicht finden.