Verbaler Foto
Da ich auf der Arbeit keinen Fotoapparat haben darf, muss ich den heutigen Anblick zum Bürofenster raus in Worte fassen. Ich blicke unter anderem auf ein mehrere hundert Meter langes Wellblechdach; die einzelnen Wellen waren bis zu drei Viertel ihrer Höhe zugeschneit und festgefroren. Die in den einzelnen Wellen nebeneinander liegenden Schnee-Eis-Stäbe tauten tagsüber an und rutschten in ihren Rinnen langsam herab, so dass sich an der Dachkante dicke Schneelocken formten, die am Nachmittag so lang wurden, bis sie abbrachen. Über die ganze Länge betrachtet, sahen die vielen Schneestreifen wie eine riesige Nudelfertigung per Nudelwalze aus.
Sehr schön.




flohbude am Mo, 30.01.2012, 22:49  |  Permalink
„…nicht haben darf…“ – Was arbeiten Sie denn? In einer Kaserne? Einem Raketenversuchsgelände? Bei Dr. No?

pathologe am Di, 31.01.2012, 11:33  |  Permalink
Klingt
nach einer Entwicklungsabteilung.

Sie sind doch nicht etwa ganz konservativ jetzt Fotolaborant? ;-)

hr.gross am Di, 31.01.2012, 12:33  |  Permalink
Ja, ganz normale Entwicklung. Stichwort "Alien-Technologie"!
Hohoho... *die weiße Langhaar-Katze auf meinem Arm mit meiner kybernetischen Hand kraulend*

terra40 am Mo, 30.01.2012, 23:08  |  Permalink
Schilderung
Aber Sie können uns ihre Aussicht malerisch sehr gut schildern! (Auch wenn Sie, was ich überhaupt nicht verstehe, keine Kamera bei sich haben. BND erlaubt's nicht? Oder wie?)
Gruß, T.

hr.fuenfprozentfrau am Mo, 30.01.2012, 23:13  |  Permalink
Hauptsache Ihr Chef liest hier nicht mit.

grossmutter am Di, 31.01.2012, 09:01  |  Permalink
dürfen Sie dann auch kein privates Mobiltelefon nutzen ;-)

hr.gross am Di, 31.01.2012, 12:31  |  Permalink
Es gibt ja keine Firmen-Internas, insofern dürfte der Chef. Muss er aber nicht.

Die 2MP-Kamera des Telefons ist in der Tat doppelt versiegelt.