Ordentliche Schlappendisziplin hier.
Nachdem in der Firma nur begrenzt Möglichkeiten zur Essenszubereitung vorhanden sind, es dort auch nicht so romantisch ist und ich nicht den ganzen Krempel per Rad in die Firma strampeln wollte, lud ich die 12 Kolleginnen und Kollegen aus der Abteilung kurzerhand zu uns nach Hause ein. Da ich keine Straßenschuhe im Wohnraum mag, schrieb ich gleich in die Einladung, dass Hausschuhe gerne gesehen werden; und was soll ich sagen, ich habe gestaunt! Fast alle, selbst der Chef, brachten ihre Schlappen mit! Manche hatten sie in der Jackentasche dabei, andere in der Plastiktüte und einige hatten extra Reißverschlussbeutel für ihre Schläppli.
Sehr schöne Sache das.
Mehr Mut zu Hausschuhen in der Öffentlichkeit.
Liniert.
In Anlehnung an
dieses Bild bediente ich mich noch mal der Schraffur-Technik. Dem Publikum kann ich auch eine etwas abstraktere Situation zumuten.
(Wer sich überhaupt nicht auskennt: da ist ein Ellbogen).
Heute Morgen:
Kollege: "Hätte ich das gewusst, dass heute so gutes Wetter ist, wäre ich mit dem Rad gekommen"
Kollegin: "Ich war heute auch schon eine Stunde Radfahren"
Kollege: "Ja? Wo denn?"
Kollegin: "Ich war spinning."
Ich: "Das ist aber kein Radfahren"
Kollegin: "In einer Stunde spinning schwitze ich viel mehr, als bei einer Stunde radeln draußen!"
Mit welchem Fortbewegungsmittel die Dame ins Fitness-Studio gelangt, überlasse ich der Phantasie des Lesers.
Die spinnen die Spinner.
Kleine Fingerübung am Abend.
Und ich sagte noch...
...das ist jetzt so eine Teufel-Belzebub-Rochade. Schade.
Nachtrag:
Danke für etwas Differenzierung. Vor allem das "unglaublich eitel und selbstbezogen" stößt mir negativ auf. Mir kommt der Gauck immer wie ein zweitklassiker Schauspieler vor, der sich selbst inszeniert.
Einen hab' ich noch.
Der andere hatte keine Augen, jetzt ohne Mund...
...irgend was ist ja immer.
Blau.
oo
Ich bin mir ja bewusst, dass ich mit meinem Fahrrad-Sicherheits-Look in quietsche-gelber Oberbekleidung (keine Warnweste, normale Jacke Farbton "mango") und sonstigem eher funktionalem als modischem Gedöns keinen ersten Platz bei der Heidi machen würde.
Zum Glück.
Das hindert mich nicht daran, mich über andere Radler zu amüsieren, die mit weit originellerer Ausstattung punkten. So fuhr neulich ein Herr mit schwarzen Hochglanz-Gummistiefeln vor mir zur Arbeit. Hatte was von einer Mischung aus Darth Vader und Gestapo.
Besonderes Lob verdiente gestern ein hagerer Herr mit grauem Bart: er trug einen kugelrunden Motorradhelm ohne Visier, dazu einen flatterigen, roten Pullover aus Nickistoff. Die schwarze Hose lag zum Radfahren gut geeignet eng an und endete in zwei schwarzen Moonboots. Er erinnerte mich sehr an einen Bösewicht aus einer dieser 70er-Jahre Science-Fiction-Filme.
Hocherfreut folgte ich ihm noch ein, zwei Kilometer.

hr.gross am Do, 16.02.2012, 23:49
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Make bike, not car
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