Samstag, 5. Oktober 2019
Radtour der drei Großmänner
Heute erfolgte die erste Ausfuhr im "Tridem" (so das große Kind das Gespann taufte).

Ich will ganz ehrlich sein: richtig solide fährt sich die Kombination noch nicht. Klar brauchen Lastenräder immer etwas Eingewöhnung bei der eigenwilligen Lenkungsübersetzung und ich bin im letzten Jahr ziemlich wenig mit dem Gerät gefahren. Aber der engagierte Hilfsmotor hinten, bringt eine gewisse Eigendynamik mit sich, wenn er in seiner eigenen Trittfrequenz mit anschiebt.

Dennoch ist mir für die Kombination zweier Kinder in dem Alter, das sie nun einmal haben, noch nichts Besseres eingefallen. Die Variante großes Kind fährt ganz alleine geht wegen des hohen, unausweichlichen Straßenanteil hier im Ländlichen und den teils knackigen Steigungen leider nicht.

Das kleine Kind hat grundsätzlich seine erste Radtour verpennt, ist jedoch das Gebumper unserer Schlechtwegestrecken noch nicht gewohnt.

Wir werden das weiter beobachten.






Dienstag, 10. September 2019
Follow Me-Tandemanhänger
Erste Fahrversuche außerhalb unserer Sackgasse zeigten, dass die Verkehrstauglichkeit eines Fünfjährigen - so gut er auch schon fahren kann- eingeschränkt ist. Ferner gibt es bei uns immer Steigungen, die nicht kindgeeignet sind. Für den Transport in der Kiste ist er inzwischen auch zu groß.
Der Follow-Me-Anhänger ist erst mal keine Schönheit und mit 4kg, auch wenn der Hersteller das Gegenteil behauptet, kein Leichtgewicht. Aber: das Ding ist robust, verwindungssteif und lässt sich tatsächlich unterwegs schnell an- und abkoppeln.

Mein erster Eindruck ist positiv. Schauen wir wie er sich auf lange Zeit macht.




Dienstag, 28. Mai 2019
Ey was kann'n der Groß ohne sein Motor?
Auf alle Fälle mal schwitzen.
Aufgrund anhaltender Probleme am elektrifizierten Traktorrad, wurde nun das alte Ross aus Stahl wieder mobilisiert. Und das ist schön bei guten Rädern: man kann sie Jahre lang stehen lassen, macht nur bisschen Luft in die Reifen und es fährt wieder wie die Eins.



Mmmhhh, schön aufgeräumtes Cockpit, kein Vergleich zum Pedelec:



Der Anstieg von Strötzbach nach Molkenberg rauf durch den matschigen Wald ist schon fies. Da geht die Pumpe in den Drehzahlbegrenzer. Sonst wäre es ganz nett.
Ca. 15 Minuten Unterschied macht der Spaß mit und/ohne Motor. Ganz klar: bei allem jenseits der 25km/h hole ich mit dem Tourenrad wieder was raus. Ist aber keine Lösung für wenn man sich mal nicht so gut fühlt.




Update:
So, Heim hat auch geklappt. Nach Hause habe ich bei den steilen Steigungen einfach die bessere Fahrbahn. Und die Steigungen sind entweder moderater oder kurze, kräftige Anstiege, die man mal kurz sprinten kann.
Und: nach Hause!


Generell muss ich sagen: nach 18.000 km auf dem 4"-Reifen-Traktorfahrrad fühlt sich das Tourenrad mit 2"-Reifen lächerlich fragil wie ein Rennrad an.



Donnerstag, 23. Mai 2019
Schande, wem Schande gebührt.
Manchmal trifft man auch als Hobbyschrauber eine Fehldiagnose. Sprich der Motor war wohl nicht hauptursächlich für die Auffälligkeiten verantwortlich. Und ich muss gestehen, dass mir als überzeugtem Rohloff-Fahrer die Zipperlein der Kettenschaltung fremd sind. Leider ist Rohloff mit Mittelmotor ein Problem, da beim Schalten unter Last die Schaltkraft extrem ansteigt, was zu einem sehr hakelichen Vorgang beim Schalten mit Unterstützung führt. Also Kettenschaltung. Hrmpf. Die Schaltung funktioniert auch überraschend gut und zuverlässig, aber die Nabe hat die Grätsche gemacht!
Und zwar ist die Achse gebrochen (die horizontale Linie ist der Bruch, das Stück am Pfeil ist der Rest der Achse, den ich momentan mit mir angemessen erscheinenden Gewalt nicht aus dem Freilauf bekomme. Das ganze war noch fahrbar, da es ja auf der robusten 12mm-Steckachse aufgefädelt war (oben links im Bild). Es beruhigt einen wenn man auch bei anderen Schraubern nachliest, dass erst mal das Tretlager getauscht wurde, weil man den Fehler am ehesten diesem zuordnen konnte. Pfui SUNringlé für die unterdimensionierte Aluachse.




Dienstag, 21. Mai 2019
Und wieder von vorne los...





Donnerstag, 16. Mai 2019
Ob er die 18.000 km noch schafft?
Momentan hört es sich nicht so an. Zumindest gibt es einen ungleichmäßigen Kurbelwiderstand und im Freilauf massive Geräuschentwicklung, die auf eine unharmonische Situation zwischen Zahnrädern hindeutet.
Nachdem bei meinem Arbeitsweg von 20km überwiegend durch die Pampas ein Liegenbleiber ein größeres Problem darstellt, wird da wohl kurzfristig Ersatz hermüssen.
Eine Lebenserwartung von 2,5 Jahren ist jetzt nicht so berauschend.






Montag, 11. März 2019
Das Leben ist gefährlich.
Was aber grundsätzlich kein Problem sein sollte.
Viele autofahrende Kollegen machen sich Sorgen, wenn ich durch den Wald auf die Arbeit fahre. Frei von Risiko mag das nicht sein. Aus statistischer Sicht sollte die Gefahr vom Baum erschlagen zu werden jedoch wirklich vernachlässigbar sein.
Wenn ich an die Zeit in der selbstgekrönten Radlermetropole Ingolstadt zurückdenke, hätte ich mich wöchentlich zwei- bis dreimal durch Insistieren auf meine Vorfahrt (bevorzugt die Kreuzungssituation mit abbiegenden Autos bei dusselich geführtem Radweg auf dem Gehweg) überfahren lassen können.
In sofern: achten Sie auf Bäume, fürchten Sie sich vor Autos.
(Das letzte Bild zeigt natürlich keinen Sturmschaden, sondern lediglich im Scheinwerferlicht tanzenden Hagel)








Freitag, 8. März 2019
Der beste Leichtbau...
...ist weglassen. Dachte sich heute die rechte Strebe am Sattel und verschwand in das Dunkel der Nacht.



So mittendrin dreht man dann auch nicht um, sondern fährt auf einer Backe bzw. stehend weiter. Ich hoffe die verbliebene Strebe hält noch bis heute Abend, damit ich für die anderen Verkehrsteilnehmer zumindest einigermaßen den Schein regulären Fahrbetriebs aufrecht erhalten kann.

Grundsätzlich kann man sagen, dass mein Arbeitsweg ein großer Materialtest ist. Wenn jemand was hat, was ich bis zum Versagen im Dauerlauf testen soll, her damit!



Sonntag, 3. März 2019
Verschleißteile
Bei entsprechender Fahrleistung lohnt es sich Komponenten wie Bremsbeläge in größeren Mengen zu kaufen. Da wird nix schlecht.

Ich gestehe: ich führe die regelmäßige Sichtkontrolle der Beläge nicht immer durch. Man hört irgendwann, dass man wieder wechseln müsste.




Sonntag, 3. Februar 2019
Mein FreakFatbike
Als wir aus der Autometropole aufs hügelige Land gezogen sind war klar, dass wir zum Erhalt der zweirädrigen Mobilität nachrüsten müssen. Die kurze Einkaufstour kommt mit 150-200 Höhenmeter auf 5km daher, was ohne Unterstützung kräftemäßig mit Kind und Einkauf im Fahrrad nicht leistbar ist. Bei mir kam dann noch der Anspruch dazu bei jedem Wetter die inzwischen 20km zur Arbeit fahren zu können, ohne dass der tägliche Weg im Winter zur Tortur wird. Und da ich mir kein schlankes Sommer- und ein properes Winterrrad zulegen wollte, blieb es bei einem Ganzjahrestraktor.

Die positiven Fahreigenschaften meiner Zugmaschine in tiefem Schnee haben die letzten Wochen wieder versöhnt, dass ich die meiste Zeit des Jahres mit einem eher albernen Rad rumfahre (was irgendwie vor allem Kinder und Proletarier erfreut).

Erwerb im Oktober 2016


Kindertransport


85kg schwerer Benzinhäcksler, der in viele Autos gar nicht erst reingepasst hätte


Meine (Schon-)Rüttelplatte (keine Angst, den Unterbau des Hauses habe ich schon mit einem vernünftigen Gerät verdichtet)


Pflanzentransport


Die Salweide


Ein Apfelbäumchen


Unser Trockner


4m lange Holzbohlen (war etwas außerhalb der Spezifikation des Anhängers --> Y-frame; kann ich wärmstens empfehlen!)


Arbeitsweg der letzten Wochen


Kilometerstand nach 2 1/4 Jahren