Dienstag, 30. November 2010
Now they have Lasers.



Die planen was!
Als ich heute Abend am Guesthouse von den Kollegen abgesetzt wurde, haben sie mir gesteckt, dass sie für Samstag Abend was planen, die ganze Abteilung! "But without Japanese..." fügten sie noch hinzu. Und der Brüllaffe muss sicher auch Daheim bleiben.
Freut mich sehr.



Montag, 29. November 2010
Kopfwackeln = Ja


Eine ganz grundlegende Information zum Thema Kommunikation habe ich dem werten Publikum bisher vorenthalten: während man bei uns durch Nicken seine breite Zustimmung nonverbal kundtut, wackelt der Inder mit dem Kopf. Es ist weniger ein Kopfschütteln wie unser "nein" sondern mehr ein Drehen des Kopfes um die Mitte des Kopfes, wobei die Achs- zur Blickrichtung parallel läuft.
Also auch das Hin-und Herwerfern des Kopfes wie beim Kasperle wäre verkehrt, da der Drehpunkt mittiger liegt.

Mit dieser Kopfbewegung kann man Fragen bejahen, bei Gesprächen seine Zustimmung ausdrücken oder auch im Sinne einer Begrüßung freundlich wackeln.

Auch Nicken versteht der Inder als ein Ja. Nein per Kopfbewegung kann sich nur aus dem Kontext heraus ergeben.

Ganz absurde Formen ergeben sich, wenn bei uns in der Firma die Japaner (meines Erachtens nach unangefochtene Nickweltmeister) wild nicken und die Inder abwechselnd aus Gewohnheit heraus wackeln und als Anpassung an die Japaner nicken. Hin her, hin her.

Selber habe ich das indische Kopfschütteln bisher nur heimlich ausprobiert und dabei festgestellt, dass dies motorisch sehr viel anspruchsvoller als das einfache Nicken ist. Vorübergehender Schwindel und Genickstarre waren bei mir nicht selten.



Sonntag, 28. November 2010
Verkabelte Liebe.



Samstag, 27. November 2010
Bleibt nix liegen





Foot Spa
Der Abe-san hat mich gerade auf die Spa-Einrichtung neben dem japanischen Restaurant angesprochen. Er hat Interesse das auszuprobieren. Er meinte zu mir, ich könne ja ein paar Fotos schießen. Er wäre unter anderem an Foot-Spa interessiert.
Ich meinte, ich hätte kein Interesse sein Foot-Spa zu fotografieren. Hat er gelacht.

War schon heute früh im Auto so witzig: morgen hat er Purchase Meeting (Treffen mit dem Einkauf). Ich: "Am Sonntag?" - "Yes, yes, Akasaka!" (das ist der japanische Supermarkt) und dann machte es bei mir schnack, dass er meat purchasen muss.

Japanisch-Deutsch-Englisch schweres Sprach :-)



Freitag, 26. November 2010
Kuhlturaustausch



Hitler
Beim Mittagessen haben mir einige der Inder ihre große Sympathie für Hitler ausgesprochen. Der war doch ein großer Führer, hatte Ziele und hat Deutschland aufgebaut. Man kann sich meinen Einspruch sehr lebhaft vorstellen.
Ich habe im Anschluss an meinen Vortrag ein paar KZ-Bilder mit den bekannten Leichenhaufen gezeigt und darum gebeten Hitler nicht mehr gut zu finden.


Ein guter Radiobeitrag zur Vergangenheitsbewältigung auf www.dradio.de:

Erinnern oder Vergessen?
Kurzbeschreibung dazu.

MP3 - 28 Min - 13MB



Wann ich denn Heim käme...
...fragte mich heute beim Frühstück der japanische Kollege, der für zwei Wochen mit im Gasthaus wohnt. Um 18:15 Uhr meinte ich, ich fahre bei einem indischen Kollegen mit. Ja, das sei gut, 20:00 Uhr sei schon recht spät, nickte er. Er könne in der HR nach einem Fahrer fragen empfahl ich ihm, wissend, dass er den eh nicht bekäme. Aber er lehnte ab, da er dann doch lieber mit den anderen Japanern zurückfahre.
Bei den Japanern wundert die Überalterung noch viel weniger als bei uns.